Donnerstag, 18. Mai 2017

FrauAiko *Streifen-Sweat*



Lieblingsteil zu sein, ist nicht unbedingt ein Garant dafür, schnell fotografiert zu werden. Diese Streifen-Aiko kann ein Lied davon singen. Ein langes.
Der Abend vor dem Näh-Connection-Wochenende in der Schweiz vor zwei Wochen. Alle packten oder saßen schon auf ihren gepackten Koffern. Ich hab statt dessen einen Pulli genäht. "Klug war's nicht, aber geil" beschriebt das am besten. Und nein, natürlich hatte ich diverse Dinge NICHT in der Schweiz dabei die eigentlich in den Koffergehört hätten. Da ich lange arbeiten musste und wegen der Nachbarn meine unfassbar laute Ovi auch nicht zu spät anwerfen möchte, musste es etwas Schnelles sein. Frau Aiko ist da die richtige Wahl und überhaupt sind diese Schnitte mit extrem überschnittenen Schultern und angesetzten Ärmeln für mich einfach perfekt für Streifenstoffe.



Pulli fertig genäht, schnell ein paar Sachen in den Koffer bzw. die Reisetasche geworfen und nach einer kurzen Nacht, saß ich auch schon bei Katja im Auto. Dort hatte ich dann zwei Stunden Zeit, die drei mitgenommenen Partyknöpfe an die Aiko zu bekommen. Ärgerlich, denn ich stehe ja wirklich sehr auf den Knopfannähstich meiner Bernina, aber so viel zeit hatte ich daheim einfach nicht mehr.
Da Katja ebenfalls einen Schnittreif-Pulli aus Nosh-Stoffen im Gepäck hatte, bot sich ein gemeinsames Fotoshooting an.



So der Plan. Die Wirklichkeit sah mal wieder geringfügig anders aus. Wir hatten ein wahnsinns-Wochenende, hatten wirklich extrem viel Spaß, waren in Zürich, Steckborn und Uster und hatten dabei ständig den Fotoplan im Hinterkopf. Dort blieb er allerdings auch. Erst war es zu sonnig, dann schüttete es wie aus Eimern und plötzlich war das Wochenende auch schon wieder vorbei.



Zum Glück stand das nächste Nähtreffen schon am nächsten Wochenende auf dem Plan. Am letzten Samstag war nämlich das erste Sew7-Nähtreffen in Bondorf und dieses mal stand der Fotoplan ganz an erster Stelle auf meiner Liste und so haben Stephie, Katja und ich uns direkt nach der Begrüßung abgeseilt und das Fotothema abgehakt.



Leicht war es nicht, aber da ja niemand ahnen konnte, dass Nachmittags mit leicht bewölktem Himmel die perfekten Fotobedingungen herrschen würden, haben wir es durchgezogen.
Ein zweites Mal die Gelegenheit zu verpassen, dass man ein gemeinsames Shooting machen kann, war uns einfach zu riskant.





Verlinkt: Rums, Ich näh Bio
Schnitt: FrauAiko von Schnittreif ohne Taschen, 5 cm schmäler genäht, da nicht aus Webware
Stoff: Sweat in Vanilla/Navy von Nosh (Kooperation)

1000 Dank an Stephie und Katja für das Fotoshooting!














Mittwoch, 10. Mai 2017

Bente *Walter Wal*



An den letzten Applikationsvorlagen (Pferdinand und Co) von Fabelwald bin ich ganz knapp vorbei geschrammt. Ich hatte einfach keine Zeit, es kam immer etwas dazwischen und dann kamen auch schon die nächsten. Zeit hatte ich immer noch nicht, aber gut, darauf konnte ich beim Anblick von WALter nun wirklich keine Rücksicht mehr nehmen. Fein gemachte maritime Motive die im Rudel daher kommen: Meerina Möve, Heinrich Hai und Alfredo del Fino unterstützen Walter Wal.

Dienstag, 9. Mai 2017

Bernina 580 *Knopfloch*



Als ich meine erste "richtige" Bluse nähte, dauerte das ungefähr zwei Wochen. Ein Abend für die Bluse, den Rest der Zeit brauchte ich, um mich zu überwinden die Knopflöcher zu nähen und nicht die feige Druckknopfvariante zu wählen.
Es war übrigens die Bluse, die ich vor Jahren für's Webware-Special im Stoffbüro nähte und als ich Catrin damals sagte, dass ich eigentlich schon fertig sei und nur noch auf Knopfloch-Mut warten würde, entgegnete sie, dass sie dieses Knopflochdrama gar nicht verstehen könne, denn Obach, nun kommt es: die Maschine näht die Löcher ja schließlich von selbst. Recht hat sie!
Mit Catrins Satz im Hinterkopf habe ich die Löcher noch am selben Abend erledigt und es hat wunderbar geklappt. Überhaupt hat es auch in den folgenden Jahren fast immer geklappt. Warum haben Anfänger Angst vor Knopflöchern?
Ich denke es kam in meinem Fall wirklich daher, dass es nicht meiner normalen Nähroutine entsprach. Das Füßchen musste gewechselt werden und mindestens ein Blick in die Anleitung war nötig um bloß nichts zu vergessen. Und wenn man dann fertig ist, kommt das "Schlimmste": man muss mitten im fertigen Teil in den Stoff schneiden! Nicht, dass ich je mit dem Nahttrenner abgerutscht wäre... aber was könnte an dieser Stelle nicht alles schreckliches passieren!
Mit den Knopflöchern meiner alten Maschine war ich eigentlich zufrieden und ich denke, dass die paar Fehlschläge die ich hinnehmen musste, eher der Tatsache geschuldet waren, dass es schnell gehen musste, das Garn schon etwas zu gut abgelagert war oder ich während des Nähens vom Pedal gerutscht bin und damit den Nähvorgang gestoppt habe. Wirklich saublöd bei Knopflöchern.



Fakt ist, ich habe seit geraumer Zeit keine Angst vor Knopflöchern mehr und die Erfindung der Knopflochautomatik schätze ich sehr, daran hat natürlich auch die Umstellung von Brother zu Bernina nichts geändert. Wäre ja noch schöner! Die Bernina 580 hat diverse Knopflochvarianten im Programm und erledigt ihre Arbeit zu meiner vollsten Zufriedenheit. Selbstverständlich kann sie ihre Arbeit aber nur perfekt erledigen, wenn das Garn nicht hundert Jahre alt und fusselig ist und bei feinen Stoffen die Einlage nicht vergessen wird. Maschinenunabhängig sitzt der Fehler halt auch oft VOR der Maschine.
Ein große Unterschied zur Brother liegt in der Großenbestimmung des Knopfes, bzw des Knopfloches, das ist bei der B580 wirklich fein gelöst. Musste ich bei der alten Maschine den Knopf noch in den Knopflochschlitten einspannen und hoffen, dass er richtig saß und das bitteschön auch für mehr als ein Knopfloch, so hält man bei Bernina den Knopf der Wahl einfach vor's Display.
An der Stelle möchte ich euch nicht verschweigen, WIE lange es gedauert hat, bis ich das kapiert habe. Ich hab mich unfassbar blöd angestellt und den Knopf an ungefähr jede Mögliche Stelle der Nähmaschine gehalten, weil ich davon ausgegangen bin, dass die Maschine die Größe irgendwo erfassen muss. Tut sie aber gar nicht. Im Display erscheint ein Quadrat welches man per Drehrad selbst auf die richtige Größe bringen kann – der Knopf wird hierfür einfach ans Display gehalten. Nicht die Maschine misst, man selbst tut es. Ist die Größe ermittelt, kann der Knopf bis zum Annähen wieder zu seinen Freunden ins Nähkästchen und man kann mit der festgelegten Einstellung alle Knopflöcher nähen.
Und dann kommt das beste. Knöpfeannähen. Nicht von Hand natürlich. Das ist furchtbar und ich gehöre auch nicht zur kleinen Gruppe derer, die diese Tätigkeit irgendwie meditativ finden. Ich meine natürlich die Knopfannähautomatik. Die ist phantastisch. Die ist sogar so phantastisch, dass ich zu ihren Gunsten gerne bereit bin, auf meine früher favorisierten "Smartie-Knöpfe" zu verzichten.
Das war es dann aber auch schon mit Verzicht. Weil es tatsächlich Leute gibt, denen es nicht klar ist: ihr könnt selbstverständlich auch Knöpfe mit vier Löchern mit der Automatik annähen, das sind dann einfach zwei Nähvorgänge pro Knopf.
Ich sag's euch, Knöpfe annähen ist toll und Knopflöcher nähen sowieso!











Die Maschine wird mir im Rahmen einer Kooperation mit der Nähwelt Flach zur Verfügung gestellt und ich erzähle hin und wieder was Berni und ich so erleben, was klappt und an was wir noch arbeiten müssen.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Plotten ohne Plotter – Konfettischuhe *#änniskonfettiparty*



Juhu, die bestellten Schuhe kamen doch tatsächlich noch an und ich kann mich nun mit ihnen auf den Weg zur Link-Party machen. Als Gastgeberin zu spät zu kommen ist sicher nicht ganz die feine Art, aber hey, das passende Outfit dauert eben manchmal etwas länger.



Nachdem ich bei den Insta-Stories ein Bild der halbfertigen Schuhe gezeigt hatte, gab es diverse Fragen zur Vorgehensweise, die ich hier mal eben beantworten.
Die Schuhe sind günstige Stoffschuhe mit Baumwolloberfläche. Ja, das ist sicher nicht ganz korrekt und ich muss sehr viel Biobaumwolle vernähen um das wieder gut zu machen, aber ich wollte lieber Schuhe für 10 Euro versauen als für 100. Sorry, ich bin Schwabe. Es war ein Testlauf und ich hatte keine Ahnung, ob die Punkte halten und wenn ja, ob der Schuh dabei ganz bleibt.
Im Gegensatz zum Aufbügeln der Folie auf Stoff, wo ja mit Druck gearbeitet wird, ist es hier eher ein vorsichtiges Anschmelzen mit der Bügeleisenspitze. Wahnsinnig gerne hätte ich so ein Bügeleisen, ähnlich eines Lötkolbens gehabt das ich mal in einem amerikanischen Quiltvideo gesehen habe, aber es ging auch mit dem großen. Ha, kurze Recherchepause: das gibt's sogar hier. Verdammt, jetzt fällt mir auch das Miniding von Prym wieder ein das ja ebenfalls seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste steht...  Aber zurück zum Thema:
Wenn nun also der Punkt am Schuh hängen geblieben ist, die Folie abziehen und nochmal anbügeln. Natürlich wie schon im Schritt zuvor mit Backpapier zwischen Bügeleisen und Folie. Einmal hat der Besserwisser in mir gedacht, dass es vielleicht auch ohne Papier geht. Nein, geht nicht. Versucht es erst gar nicht. Wirklich nicht.



Habt ihr euch auch schon auf der Party verlinkt? Es könnte langsam mal ein bisschen voller werden. Wobei die Gewinnchancen im Moment natürlich echt gut sind... 
Die Teilnahme geht auch ohne Blog, Facebook oder Instagram, denn ihr könnt einfach ein Bild von eurem Rechner hochladen und müsst keinen Backlink einfügen. Die Bilder erscheinen extra groß in der Vorschau, damit man auch von denen genug sehen kann, bei denen es eben nicht die Vorschau, sondern DAS Bild ist. Vielleicht zeigen ja mal ein paar bloglose Leser was sie so im geheimen Kämmerlein werkeln? Ich freu mich drauf!









Verlinkt: Änniskonfettiparty – Plotten ohne Plotter, RUMS
Zubehör: Flexfolie von Snaply

Mittwoch, 3. Mai 2017

Rügen *Alles Jersey*




Ziemlich flott nach meinem Shirt Chicago aus Steffis neuem Buch habe ich Nummer zwei nachgelegt. Das Oberteil Rügen überzeugte mich vom ersten Blick ins Buch durch seine seitlich hochgezogenen Säume – so sehr, dass ich wieder verdrängt habe, dass ich ja eigentlich auch mal ein ganz eigenes Shirt aus dem Baukasten zaubern wollte. Ich mach das irgendwann noch, aber es ist einfach zu schwer, wenn man immer schon die perfekt kombinierten Modelle vor sich sieht.
Dass ich Rügen ein Halsbündchen statt des Beleges verpasst habe, hat nichts mit dem Baukasten, sondern viel mehr damit zu tun, dass ich keine Lust auf Beleg schnibbeln hatte...



Der Jersey von Lebenskleidung ist ganz fein und damit ist er für mich für 3/4-ärmelig eher ungewohnt, da ich für solche Shirts festere oder vielmehr dickere Stoffe bevorzuge. Aber mit den Ringeln hat er einfach zu perfekt zum Schnitt gepasst. Was willste da noch machen!



Der Die aufmerksame Leserin bemerkt, dass der Minimann auf den Bildern unterschiedliche Jacken trägt. Das kann ich natürlich erklären. Nein, wir mussten zum Glück nicht während des Shootings einen Komplettklamottenwechsel vornehmen. Es ist das andere Problem: Zu viel Sonne beim ersten Shooting und eine echt miese Fotoausbeute haben ein zweiten Shooting nötig gemacht. Das Shirt wäre auch schon drei Wochen eher verbloggt gewesen, aber bei der Wiederholung musste ich etwas warten, damit dem Mann nicht gleich beim ersten Bild auffällt, dass er das Shirt schon vor der Linse hatte...








Schnitt: "Rügen" aus dem Buch "Alles Jersey" von Stefanie Brugger
Stoff: Streifenjersey Brest aus Biobaumwolle von Lebenskleidung
Verlinkt: Ich näh Bio, After Work Sewing

Dienstag, 2. Mai 2017

Bente *skandinavisch getupft*



Stoffabbau, dieses Dauerthema wird hier in nächster Zeit wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt – ich muss mich verkleinern. Und ich will auch. Meine Schränke quellen über und bei manchen lang abgelagerten Stücken ist es nun schon so, dass ich mich beeilen muss um noch Kinderkram in Größe 92 raus zu bekommen.



Deswegen ging es nun auch diesem Schätzchen an den Kragen. Die schwarzen Tupfen von Paapii habe ich vor zwei Jahren zu einem Oberteil für mich vernäht – damals war der Minimann schon beim Fotoshooting dabei. Nun darf er die Reste tragen.



Ich geize ja bei richtig tollen Stoffen sogar noch mit den Stoffresten rum, horte noch die kleinsten Fitzelchen und warte so lange, bis das Kind eine Größe hat kann, die voraussichtlich die etwas länger getragen wird. So auch in diesem Fall. Ich könnt ihn fressen in dem Shirt!
Bente ist zwar ein Mädchenschnitt, aber in den kleinen Größen ist die Taillierung geringfügig und zu vernachlässigen. Ein(e) weitere(r) Bente mit kurzen Ärmeln ist auch schon entstanden. Ach ne, zwei sogar – ich verliere den Überblick.



Verlinkt: Creadienstag, Ich näh Bio, Menschenskinder
Schnitt: Bente von Fritzi/Schnittreif in Größe 86/92 ohne Teilungsnaht und Tasche
Stoff: Jersey Spotty von Paapii über Stoffbüro, leider nicht mehr erhältlich












Donnerstag, 27. April 2017

Plotten ohne Plotter – Die Linkparty *#änniskonfettiparty*



Yeah, yeah, yeah, es ist soweit! Heute startet #änniskonfettiparty bei der ihr einen Monat lang eure "beplotteten" Werke verlinken könnt. Einzige Einschränkung: Der Aufdruck muss ohne Plotter umgesetzt sein. Ob ihr die Folie mit Locher, Stanzer, Cutter, Schere oder Käsehobel bearbeitet ist egal – ob ihr Flex-, Flock- oder Vinylfolie benutzt ebenfalls. Erlaubt ist, was sich umsetzen lässt.

Am 25.5. ist die Party vorbei, aber statt Aufräumarbeiten wird ausgelost: Snaply und das Stoffbüro haben je einen Gutschein zur Verfügung gestellt. Ein Gewinner darf bei Snaply für 35 Euro neue Plotterfolie, Ösen, Snappapp und Co shoppen gehen, der andere Glückspilz, darf für 25 Euro im Stoffbüro seine Stoffsucht befriedigen. Wie wäre es mit den neuen Unijerseys oder Unisweats von Albstoffe als perfekte Konfettigrundlage? Ist nur ein Vorschlag...

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