Freitag, 24. November 2017

Pesukarhu und Myrsky *Basicshirt und Regenbogenbody*



Die KiTa des Minimannes hat Bedarf an Wechselklamotten angemeldet und mir kam das natürlich wie gerufen. Schon länger hatte ich ein paar finnische Stoffe mit Kindermotiv  hier liegen und hab nur noch auf den richtigen Anlass gewartet um sie in Body und Basicshirt zu verwandeln.



Der Regenbogenbody ist auch in Größe 92 oder 98 nach wie vor mein Favorit – hätte mir vor drei Jahren jemand gesagt, dass ich mal Bodys nähe, ich wäre in sehr lautes Lachen ausgebrochen. Da wußte ich aber weder wie schnell das geht, noch wie traurig der Markt an Kinderkleidung auf dem Jungs-Gebiet gerade in den schon etwas größeren Größen ist. Ja, Ringel gehen immer, aber ab Größe 92 sind Kleidungsstücke die nicht explizit für Mädchen sind praktisch nur noch in dunkelgrün, braun und dunkelblau erhältlich.



Ich hab ja nun wirklich kein Problem mit unifarbener Kleidung, aber im Winter würde ich mich doch über ein bisschen frische Farbe freuen und es ist mir ein Rätsel, warum man nicht wenigstens einen Body in gelb kaufen kann. Also kann man natürlich schon, aber dann hat er irgendwo mindestens ein kleines Schmetterlingchen oder Blümchen aufgedruckt. Gelb ist ja schließlich für Mädchen.
Es sei denn man kauft hippster Kinderkleidung. Die gibt es in grau, schwarz, weiß und gelb. Unisex. Wunderschön. Ohne Aufdruck, ohne Schnickschnack. Schön schlicht. Sogar bio. Nur leider bin ich nach wie vor nicht bereit für einen Body einen Kleinkredit aufzunehmen und so freue ich mich jedes mal, dass ich nicht in den Laden muss und die Klamotten des Minimannes an der Nähmaschine entstehen.



Die Waschbären habe ich im Sommer schon in mint vernäht und bei der letzten Nosh-Bestellung habe ich mir dann noch einen haben Meter in gelb gesichert. Mir ist das Motiv ja fast schon zu viel (jaja, es ist schwierig es mir recht zu machen), aber der Mann hat schon im Frühjahr Pesukarhu zu seinem Lieblingsstoff (am Minimann!) erklärt. Und da er sich nicht oft zu Stoffen äußert, kann ich davon ausgehen, dass er den Stoff wirklichwirklichwirklich gut findet. Da lass ich mich ja nicht zwei mal bitten...







Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder
Schnitt: Basicshirt von Fadenkäfer (nicht nur als Papierschnit sondern auch als eBook erhältlich) und Freebook Regenbogenbody von Schnabelina
Stoff: Biobaumwolljersey Pesukarhu und Myrsky und schwarzes Bündchen von Nosh, gelbes Bündchen aus Biobaumwolle aus dem Stoffbüro


















Donnerstag, 23. November 2017

Tallinn Sweater *Fantasia*

Am Tallinn Sweater scheiden sich die Geister – die einen sind völlig begeistert, die anderen finden ihn komisch. Ich war mir schon beim Titelbild des eBooks sicher, dass ich den Schnitt in jedem Fall ungewöhnlich finde und das will schon etwas heißen. Meist bieten Schnitte doch ähnliche Details, haben eine bekannte Schnittführung oder man hat das Gefühl, dass man den Schnitt nicht extra ausdrucken und kleben muss und ihn einfach aus drei schon vorhandenen Schnittmustern zusammenbauen kann. Versteht mich nicht falsch, mir ist schon klar, dass das Rad selten neu erfunden wird und die in der Vergangenheit von mir vorgestellten Schnitte haben auch alle mindestens ein Merkmal, für welches sich der Kauf lohnt...



Aber Tallinn hat mich überrascht. Das Vorderteil finde ich lustig und die Tatsache, dass da unten ein sportliches Bündchen dran ist, macht ihn für mich stylish und zieht die Grenze zu den ganzen Strickjacken mit weit offenem, zipfeligen Vorderteil.
Dass zwei Stofflagen am Vorderteil halt auch zwei Stofflagen am Vorderteil bedeuten, muss einem klar sein. Ja, mehr als eine Lage. Zwei. Das trägt auf! Wirklich! Und nein, ich bin nicht schwanger...



Dass das Vorderteil wirklich offen ist und sich theoretisch zum Stillen eignet ist für die stillenden Damen unter uns zwar praktisch, für mich wird der Pulli aber im Nachhinein betrachtet nicht gerade lässiger dadurch. Wickelkleider sind für mich ja auch nicht angesagt. Ich erinnere gerne an diesen Post zum Thema.



Tallinn kommt wie unschwer zu erkennen ist mit überschnittenen Schultern daher. Ich mag das ja gerne, es ist schön lässig aber je nach Figur bilden sich hier gerne Falten über der Brust, an der Achsel oder schon am Arm.
Das alles wäre völlig ok für mich. Der einzige Punkt der wirklich entscheidend ist, ist die richtige Stoffwahl. Und die habe ich echt versaut. Der Stoff ist traumhaft schön und es passiert hier wirklich ganz selten, dass ein fertig genähtes Kleidungsstück hier hängt und der Mann von sich aus einen Kommentar dazu abgibt. In diesem Fall war es so. Er findet den Stoff extrem gut. Ich finde ihn auch extrem gut. Aber er dehnt sich. Er dehnt sich gefühlt in alle Richtungen und hätte ich ein superenges Kleid genäht, wäre ich jetzt wohl sehr glücklich mit dem perfekten Kleid. Hab ich aber nicht. Ich habe einen locker sitzenden Sweater genäht. Mit überschlagenem Vorderteil. Und schon beim Nähen war klar, dass Stoff und Schnitt einfach nichts füreinander tun. Ich hätte ja heulen können, denn in Gedanken war mein Tallinn aus dem genialen Bio Rib so schön!
Aber es hilft nichts, man muss der Tatsache ins Auge sehen. Der Stoff wirft Wellen und selbst eine Größe kleiner würde sich das überlappende Vorderteil aushängen weil er einfach zu schwer ist. Am Arm würde er in kleiner deutlich besser sitzen, da ist einfach zu viel Stoff und selbst mit verändertem Diffenrential konnte ich hier die Masse einfach nicht bändigen und es entstanden diese unschöne Wellen.



Um den Stoff zu retten gibt es zwei Möglichkeiten. Ich pfusche rum und versuche Tallinn zu verkleinern – aber ich kenne mich und weiß, dass ich auf Näharbeiten die in Richtung Änderungsschneiderei gehen keine Lust habe und sowas gerne mal liegen bleibt. Für immer.
Also wird es wohl auf Plan B rauslaufen: auseinander schneiden und puzzeln wie am besten ein Pulli für den Minimann rauskommt. Bei Größe 98 sehe ich zwar schwarz, aber im Zweifelsfall nähe ich dann deutlich kleiner und hoffe auf die Dehnbarkeit des Stoffes die bei Tallinn zu viel war.  Wäre doch gelacht wenn ich die nicht nutzen könnte!



Wer bei der Stoffwahl ein besseres Händchen hat als ich und Tallinn ebenfalls spannend findet, der schaut bei Näh-Connection vorbei, da gibt's den Schnitt zum Einführungspreis. Ich empfehle nun doch entgegen meiner ersten Annahme feste, etwas steifere oder sogar dicke Wirkware. Bei Strick würde ich direkt eine Größe kleiner nähen.



Verlinkt: RUMSIch näh Bio
Schnitt: Tallinn Sweater von Hey June, auf Deutsch bei Näh-Connection erhältlich
Stoff: Bio Rib Fantasia in schwarz/weiß von Lebenskleidung

















Mittwoch, 22. November 2017

Betula Raglanpulli *Silmu* // Stoffbürocrew-Treffen




Der allerschönste Nebeneffekt des Nähbloggens ist, dass man Gleichgesinnte kennenlernt. Ich liebe es! Und diese Nähmädchen sind ja auch so nett, da ist jedes Treffen die pure Freude und ich kann es kaum abwarten bis sich die nächste Gelegenheit ergibt.




Nach einer längeren Durststrecke über den Sommer war es dann am letzten Wochenende endlich so weit: Catrin lud die ganze Stoffbüro-Crew in ihr Stoffbüro ein und wir machten ein Wochenende lang Siegen unsicher. Naja, nicht wirklich. Wir hingen lieber die ganze Zeit in Catrins Lager rum, befühlten Stoffe und quatschten. Also nicht, dass die Gastgeberin nicht auch ein außerstoffliches Sightseeing-Programm parat gehabt hätte, aber sie hatte es sich wahrscheinlich leichter vorgestellt über 10 Mädels von ihren Stoffen weg zu bekommen und so blieben wir einfach den ganzen Samstag dort wo Siegen am schönsten ist, im Stoffbüro ;-)




Und wenn sich die Gelegenheit schon mal bietet, nimmt man zu so einem Treffen natürlich gleich ein paar Stücke zum Fotografieren mit. In meinem Fall waren es fünf Teile von denen einige schon seit Wochen auf Fotos warteten.
Den Pulli den ihr in diesem Post seht, hatte ich schonmal zu einem Shooting ausgeführt, welches dann komplett ins Wasser fiel – wie froh bin ich nun, dass sich Dominique in der Lobby des Hotels noch kurz vor der Abreise bereit erklärte die Betula auch noch zu fotografieren. Ist ja nicht so, dass sie am Vortag nicht schon etliche Bilder von mir gemacht hätte...




Überhaupt ist der Pulli schon im Entstehungsprozess ein Kandidat für die Ersatzbank gewesen: Kaum war er zugeschnitten, ging mir die Overlock kaputt und er musste warten. Auf dem Sew7-Nähtreffen durfte ich Stephis Ovi leihen und schon nach einer Naht ging gar nichts mehr (im Nachhinein zum Glück nur ein Wackelkontakt im Pedal und nicht mein mieses Karma) und Johy musste die nächste Maschine bereitstellen. Als er dann endlich fertig war, wartete er noch schlappe vier Wochen auf eine Lieferung Knöpfe die ich unbedingt als kleines Detail annähen wollte und die einfach nicht in meinem Briefkasten ankommen wollten. Als sie dann endlich da waren, hatte ich schon fast wieder vergessen was überhaupt der Plan war...




Herzlichen Dank an die Fotografin Dominique und Danie für den ein oder anderen Special-Effekt im Bild!
Was für Kleidungsstücke in Siegen noch dabei waren und welche Stoffbüro-Stoffe dann mit mir nach Hause durften, zeige ich euch in den nächsten Posts.






Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio
Stoffe: Silmu Knit von Nosh Organics in schwarz und Double Gauze in gelb aus dem Stoffbüro, hier schon gezeigt
Schnitt: Raglanpulli Betula von Fabelwald








Mittwoch, 15. November 2017

Yellow Sky Jacke *Panda auf mint*



Die Yellow Sky Jacke ist einfach mein liebster Schnitt für Babygeschenke und so machte sich auch dieses Exemplar von vor einigen Wochen auf die Reise zu einem neuen Menschlein.



Als Set gab es noch das Sabbertuch und die passende Hose aus den grau-schwarzen Ringeln dazu – leider hat es die auf kein Bild geschafft. Als ich mich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entschied noch eine Hose zu nähen, waren Wendejacke und Tuch schon fotografiert und es musste schnell gehen.



Die Stoffwahl machte mir bei diesem Projekt besondere Sorgen, da ich den Geschmack der Mama nicht wirklich kenne, aber natürlich kein typischen Jungs-Jäckchen nähen wollte. Eine blaue Jacke mit grinsendem Bagger drauf könnte man schließlich auch im Laden kaufen. Nun hoffte ich also sehr, dass die Eltern keine größere Abneigung gegen Pandas und mint haben...
Seit mal eine Bekannte meine für ihre kleine Tochter genähte Wimpelkette mit Blumenmuster in hellgrün, türkis und nur ganz wenig rosa als "ungewöhnlich für ein Mädchen" bezeichnet hat, bin ich dezent traumatisiert.



Der Stoff ist übrigens einer meiner ersten Onlinekäufe und dementsprechend schon ein paar Jährchen alt. Ich mag ihn sehr, aber dennoch ist er leider zur Schrankleiche geworden.



In den Anfängen meiner Nähkarriere hatte ich einfach wenig Ahnung von Stoffqualitäten und kaufe quer durch die Shops ein. Ich meine mich zu erinnern, dass ich ihn als Passe für ein schwarzes Shirt oder als Kapuzenfutter gedacht hatte. Ja, ja, für mich... Bitte macht das Kopfkino wieder aus! Dass Sweat in einer T-Shirt-Passe keine gute Idee ist und im Hoddie auch eher etwas dick ist, kam mir dann wohl auch irgendwann und so lag das Stöffchen im Schrank. Natürlich war es auch nur ein knapper halber Meter –  da war nicht an größere Projekte zu denken. Umso mehr freue ich mich, dass ich mich von ihm trennen konnte und er ein niedliches Jäckchen wurde.



Verlinkt: After Work Sewing, Menschen(s)kinder
Stoff: Pandas auf Sweat von Andrea Lauren, Ringel von Nosh
Schnitt: Yellowskyjacke von Dino van Saurier












Mittwoch, 8. November 2017

Fuchsstoff trifft Basicshirt, Loop und Beanie *Herbstoutfit*



Fragt mich nicht, was gerade los ist – ich habe plötzlich ein Motivstoff-Problem. Mied ich noch vor ein paar Wochen noch jeden figürlichen Stoff mit mehr als drei Farben, geht hier plötzlich die bunte Post ab. Muss am Herbst liegen, der bei uns jetzt schon oft regerisch und grau statt rotgelborangebunt  ist. Gut, es ist nicht mein erster Herbst und bisher ging es auch etwas unbunter, aber ich hab einfach gerade Lust auf farbenfrohere Oberteile am Minimann, vor allem weil er beim Anblick der Füchse ganz verzückt war und jeden einzelnen streicheln wollte.



Dem Herbst ist es zwar nicht zu verdanken, dass der Fuchsstoff in meinen Besitz überging, aber jetzt ist ja wohl DIE Jahreszeit um ihn zu tragen. Im Frühjahr fände ich es doch irgendwie komisch. Obwohl ich sonst nichts von saisonal eingeteilten Stoffen halte und auch Ananas, Melone und Eis am Stil im Winter tragen würde.



In meinem Besitz sind die herbstlichen Füchse, weil Katja von Schönste Bastelzeit ausgemistet hat. Und zwar so richtig. Obwohl ich ja nun wirklich stofflich sehr gut bestückt bin, konnte ich es nicht lassen und hab zwei mal die Hand gehoben und so unter anderem die Füchse einkassiert.



Vor lauter schlechtem Gewissen über diese Gier, hab ich sie dann auch ganz schnell vernäht. Zu meiner Entschuldigung muss ich auch erwähnen, dass ich für Stoff Nummer zwei schon einen Plan habe. Er wird ein Kleid, allerdings eine Easy oder ein Hotsummerfreebie und nun ist es zu spät für sommerliche Bilder, also muss er wohl oder übel noch ein paar Monate warten.



Um die übrige Stoffmenge klein zu halten, sind auch gleich noch Loop und Mütze entstanden. Mit allen drei Teilen am Körper würde ich den Minimann zwar nicht unbedingt losschicken, aber so für's Bild kann man ja schon mal alloverfuchs tragen. Und wie die Bilder beweisen, sind die Ärmel im ringeligen Kontrast auch wirklich wichtig um das Kind im Blätterhaufen wieder zu finden.







Verlinkt: After Work Sewing
Schnitt: Basicshirt von Fadenkäfer, Loop und Wendemütze selbstgebastelt

Stoff: geschenkte Füchse (Danke Katja!) und schwarzweiße Ringel von Nosh Organics

















Dienstag, 7. November 2017

Kuori-Tasche *Freebook*

Es nun wirklich kein Geheimnis mehr, dass ich nicht gerne Taschen nähe. Durch eine glückliche Fügung habe ich neulich schon einen großen Shopper genäht und dachte, dass es das dann wieder für lange Zeit gewesen sein wird. Doch dann stolperte ich über Kuori. Kerstin nähte beim Sew7-Treffen ein paar Stück und ich war sehr angetan vom Schnitt mit der hübschen Unterteilung. Aber es ist halt ein Täschchen! Ich hab einfach keine Verwendung dafür: Mein Handy will ich nicht erst aus einer Hülle fummeln müssen, meine Brille habe ich auf der Nase, die Sonnenbrille hat ein Hardcase, ein Schminktäschchen für Unterwegs habe ich schon... Als dann aber meine Ovi kaputt war und ich definitiv keine Lust auf Shirts mit Zickzack-Stich hatte aber unbedingt nähen wollte, nahm ich das Thema nochmal in Angriff.
Die Stoffwahl hat unfassbar lange gedauert, denn Kuori wirkt am besten mit (Kunst-)Leder, beschichteten Stoffen, Cord oder irgendeinem anderen Material das Festigkeit und Struktur mitbringt. Und da sieht's bei mir ja ganz schlecht aus beziehungsweise gab es einfach kein Match zwischen Unistoff, Cord/Leder/Strukturstoff und Musterstoff. An der Stelle muss ich auch gleich beichten, dass ich direkt Kunstleder bestellen musste...
Irgendwie wurde ich aber doch noch im Jeansstapel fündig und der Stoff den ich vor, äh, einigen Jahren für einen Jeansrock gekauft habe, hat jetzt ein Eckchen weniger. Wahrscheinlich wird er jetzt für jeden Schnitt ein paar Zentimeter zu knapp sein, aber egal, es musste sein!



Der aufmerksame Leser fragt sich nun, woher die plötzliche Motivation kam die zwei Täschchen hervor brachte. Das lässt sich leicht erklären. Schon im Vorfeld hab ich öfter mal gelesen, dass Kuori ein Rudeltier sei und es meist nicht bei einem Exemplar bliebe. Und ich so: ja, is klar....



Nach dem Zuschnitt wurde mir schlagartig bewusst warum das Teil so oft im Doppelpack auftritt:
Einmal kurz nicht aufgepasst, hat man das Schnittmuster falschrum auf den Stoff gelegt und ebenso falsch geschnitten. Was bei einer symetrischen Tasche gar kein Ding ist, bringt bei Kuori gleich ein unbrauchbares Schnittteil und somit im Idealfall eine zweite, spiegelverkehrte Tasche hervor.
Sorry, an alle die noch an die Rudelgeschichte glauben: Wenn das Rudel verdächtig ähnlich aussieht steckt meistens ein Fehler im Zuschnitt dahinter.



Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich dem Schnitt trotzdem etwas verfallen bin und gleich noch zwei weitere Taschen genäht habe. Also freiwillig zwei, denn ich konnt mich nicht für einen Stoff entscheiden und ich musste es ausnutzen, dass ich noch wusste welches Teil wie verstärkt werden muss. Nun, da das Ganze wieder drei Wochen her ist, hab ich schon wieder Angst  vor der falschen Einlage...



Leider muss an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass ich mir jedes mal vor dem Einschlagen von Ösen wirklich sehr viel zeit lasse und alles andere mache bevor die Ösen dran sind. Selten ist mein zuhause sauberer als wenn Ösen anstehen. Da kann so viel schief gehen und einLoch in ein fertiges Stück zu machen fühlt sich einfach nicht richtig an. Außerdem plagt mich jedes mal die Frage, welche Seite der Öse oben sein muss. Ich weiß es vorher einfach nicht und nachher ist es doch meistens falsch. Aber es gibt schlimmeres und ich mag meine beiden Kuoris trotzdem sehr gerne. Da ich aber schon für eine  kleine Tasche keine Verwendung habe, wird mich eine in jedem Fall wieder verlassen.
Wenn ihr Taschennähen doof findet oder meinen Stoff (ein USA-Mitbringsel) schön findet, schaut einfach bei Facebook vorbei: dort könnt ihr eine der beiden Kuoris gewinnen.






Schnitt: Freebook Kuori von Hansedelli
Verlinkt: Creadienstag
Stoffe: lange abgelagerte Mitbringsel aus den USA (Joann) und dicker Jeansstoff unbekannter Herkunft











Donnerstag, 2. November 2017

FrauPolly *Neule*



Raglan mag ich, Sweat mag ich, große Krägen mag ich. Vieles spricht also für den fast noch neuen Schnitt FrauPolly.



Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht, den ich habe eine Abneigung gegen Brustabnäher. Also nicht generell. Da wo sie sein müssen, dürfen sie gerne hin, zum Beispiel an figurbetonte Blusen aus fester Webware. Aber an Sweatkleidern die nicht figurnah geschnitten sind, brauche ich sie einfach nicht. Und deshalb haben genau diese zwei kleinen Nähte mich schon in der Probenähgruppe von Polly abgehalten – zu groß die Befürchtung, dass der Abnäher nicht an der gewünschten Stelle sitzt und das ganze Outfit ruiniert.



Nun habe ich letzte Woche aus dem Stoffbüro nach dem blaugrauen aber noch einen weiteren wunderbaren Uni-Kuschelweat bekommen und dachte, dass so ein Sweatkleid einfach ideal dafür wäre... Also habe ich kurzerhand diese Probepolly hier genäht. Aus Stoff, dessen Muster auch weniger gut sitzende Abnäher verzeiht.



Leider hatte ich zu wenig Stoff für den großen Kragen, und ich bin mir sicher, dass Polly durch den typischen Kragen noch deutlich besser aussieht – mir gefällt sie auch auf meinen Bildern mit Schal wesentlich besser als ohne, aber die grundsätzliche Passform kann man auch ohne den schönen Kragen beurteilen.



Und wie schon befürchtet, sitzen die Abnäher bei mir tatsächlich nicht ansatzweise dort wo sie sein sollen. Das Kleid ist am Oberkörper und den Armen zu voluminös und tut mir nichts Gutes – aber was soll ich sagen, der Stoff verzeiht einiges und gerade im sitzen finde ich es wirklich prima. Außerdem hatten wir mal abgesehen von störendem Wind ein ganz entspanntes Fotoshooting, da der Minimann bei Freunden und wir mal nicht vom kleinen Chef abgelenkt waren.



Wer mich also zu einer Sitzparty einladen möchte, nur zu, das Kleid dafür habe ich nun im Schrank.
Für den Fall, dass die Einladung nicht in absehbarer Zit eintrudelt, würde ich Polly kürzen und als Sweater tragen. Ich bin mir nämlich sicher, dass der überflüssige Stoff unter dem Arm bei einem Pulli gar nicht störend ist.







Verlinkt: RUMS, Ich näh Bio
Schnitt: FrauPolly von Schnittreif/Fritzi
Stoff: Sweat Neule in grau-rose aus Biobaumwolle von Nosh, Tuch aus Double Gauze aus dem Stoffbüro










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